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Berichte
Geisterfest-Halloween am 31.10.2009 auf Burg Satzvey

Unmengen an Gruseleffekten auf dem Burggelände und im Labyrinth des Schreckens lassen den Besucher erschauern. Wenn der Tag sich neigt und langsam die ersten Mondstrahlen den fahlen Park erhellen, wagen sich die schaurigen Gestalten aus ihren Verliesen und Verstecken und der Horror kann beginnen.Die Geisternacht auf Burg Satzvey findet am 31.10.09 ab 18 Uhr statt. Bekannter Mittelalter-Bands spielen von 18.00 bis 22.00 Uhr und danach findet man sich ein zum Tanze in der Disco im Geistersaal und zu Spuk auf den Höfen.
Eintritt:
Erwachsene
Vorverkauf € 13,00 , Abendkasse € 15,00
Sinnersday am 1.11.09 in Belgien leider ohne Psychedelic Furs
Im belgischen Hasseltversammeln sich am 01.11.09 hochkarätige Wave Veteranen. Bei Gary Newman, Human League wird man sofort an die schönen 80er Jahre denken und die Vorfreude ist bei diesem Line-up jetzt schon gross:
Front 242
The Human League
Gary Numan
Anne Clark
Gang of Four
Neon Judgement
Bollock Brothers
Lydia Lunch
sowie als DJs Peter Hook (New Order/Joy Division) und Andy Rourke (The Smith)
Leider mussten die Psychedelic Furs absagen und werden nun durch die Gang of Four ersetzt.
Doch ist Hasselt und die Ethias Arena eine Reise wert und man kann gleich nahtlos von der Halloween Party dort weiterfeiern.
Alle Informationen zu diesem Festival auf www.sinnersday.com
PETER MURPHY am 22.10.2009 in der Kölner Kantine

Do, 22.10.2009
Peter Murphy war von 1978 bis 1983 der Sänger der Gruppe Bauhaus, die sich 1983 trennte. Er gründete dann Mick Karn die Band DALIS CAR, die jedoch nur das eine Album „The Waking Hour“ herausbrachten.
1984 begann dann Peter Murphy’s Solokarriere. Nach 2 Jahren erschien das Album „Should The World Fail To Fall Apart“ bei dem auch das frühre Bauhaus-Mitglied Daniel Ash mitwirkte.
Erst im Jahr 1990 gelang ihm ein Hit mit dem song „Cuts You Up“ von dem Album „Deep“. Der Song avancierte zum „American Modern Rock Hit Of The Year“ und hielt sich 7 Wochen lang an der Spitze der US-Charts. Danach folgten noch 5 Alben bis 2004, die aber bei weitem nicht so erfolgreich wie „Deep“ waren. Nun kommt er auf grosse „Secret Cover Europa Tour“ mit folgender Band: Vocal: Peter Murphy, Bass: Jeff Scharthoff, Guitar: Mark Thwaite und Drums: Nick Lucero.
Als Support konnte die Band Lettie gewonnen werden. Wir freuen uns, den Altmeister des Gothic mal wieder zu sehen.
Einlass: 19:00 Uhr
Beginn: 20:00 Uhr
VVK: EUR 29,00
Cherry Casino and the Gamblers am 04.07.2009 im Kölner Blue Shell

Die berliner Band Cherry Casino and the Gamblers sorgt immer für gute Laune. So auch an diesem Sommerabend im Blue Shell, Köln. Das Publikum versammelte sich Stunden zuvor vor dem Eingang um der Hitze des Saales zu endgehen. Doch wollten sie sich die gute Musik nicht entgehen lassen und so rückte man im schwitzigem Saal eng zusammen. Cherry und Band behielten sogar ganz stilecht ihre schwarzen Anzüge an und machten noch eine gute Figur.

In den Songs geht es vor allem um die Liebe und die Problem drumherum. Bei Stücken, wie "Did you hear that door slam" oder "My baby calls me on the phone" kann sich jeder in die Thematik einfühlen und das Mitsingen fällt umso leichter. Cherry spielte zwei Sets und Glück hatte der, der einen Platz unter dem Deckenventilator erwischt hatte. Zwei Zugaben konnte man der Band ebenfalls entlocken. Natürlich fehlte auch "Fat Mama's Daughter", der Titeltrack des zweiten Albums nicht und auf dem anschließenden Recordhop machte Cherry bzw. Axel Präfke auch eine gute Figur.
Text: Isabel Oerke (i.s.o.)
Fotos :i.s.o.
Depeche Mode - Tour of the Universe- in Hamburg, HSH Nordbank Arena am 01.07.2009

Das Warten hat sich gelohnt. Nachdem der Auftritt aufgrund einer Erkrankung Dave Gahans verschoben wurden, brachte die Band am 1. Juli ein gelungenes Konzert in der Hamburger HSH Nordbank Arena. Tausende Fans erlebten einen besonderen Abend und sangen aus Leibeskräften alle Depeche Mode Songs mit. Die Tour of the Universe in Hamburg war einfach großartig. Eine große Discokugel schwebte über der Bühne und zauberte schöne Lichteffekte. Sänger Dave gab alles und tänzelte über den Laufsteg in die Menge.
In schwarz-silber gekleidet wirbelte er über die Bühne, schwang die Hüften und begann mit Songs aus dem neuen Depeche Mode Album "Sounds Of The Universe". Dann folgenden zahlreiche Hits aus diversen Bandjahren. Zur Freude der Devotees spielten sie unter anderem: "Enjoy The Silence", "Walking in My Shoes", "It's No Good", "Precious", "Home", "Comeback", "In Your Room", "I Feel You", "Policy Of Truth", "Never Let Me Down Again". Auch die Fans auf den hintersten Rängen klaschten begeistert mit. Der Depeche Mode Sound ist einfach unverwechselbar.

Als Zugaben kamen "Stripped", "Master And Servant", "Strange Love", "Personal Jesus" und "Waiting For The Night". Letzteres wurde sanft von Dave gesungen und das Publikum beim Mitsingen dirigiert. Einfach schön. Nach zwei Stunden wurden die glücklichen Fans in die Hamburger Nacht entlassen.
Text:(m.n.)
Fotos :m.n.
Impressionen Blackfieldfestival 2009 in Gelsenkirchen

Fotos
Amphi Festival 2009 - keine 4 Wochen mehr!!
Die Freude ist groß. Denn es sind nur noch rund vier Wochen bis das Amphi Festival seine Tore öffnet. Wir freuen uns schon neben hochkarätigen Künstern, vor allem auf den Beach. An dessen Strand läßt sich hervorragend releaxen und die Aussicht auf das Rheinpanorama bewundern. Der eine hat sicherlich auch die schöne Geschenksteelbox erhalten, mit Schlüsselband, Amphi-Ticket und leckerer Schokolade. Diese zu Verputzen ist die beste Stärkung für folgende Bands:
FIELDS OF THE NEPHILIM FRONT 242 UNHEILIG LEÆTHER STRIP + LAIBACH FEINDFLUG
HOCICO EISBRECHER AGONOIZE
KMFDM THE BIRTHDAY MASSACRE SALTATIO MORTIS + HENKE QNTAL DIORAMA ABSOLUTE BODY CONTROL
OMNIA JESUS ON EXTASY MARSHEAUX SCANDY SOLAR FAKE MANTUS THE OTHER
PANZER AG JÄGER 90 ROSA CRVX XOTOX AUTO-AUTO etc.
Besonders schön ist es, dass man die Bands nicht im drängeligen Theater sehen muss. Dies dient vielmehr als DVD- und Aftershowsaal. Zum Glück ist der zweite Stage in der Rheinparkhalle. So gibt es mehr Platz zum Unterstellen bei Regen. Jedoch wird uns der Wettergott bestimmt hold sein, also brav Schokolade aufessen, dann kann nicht mehr passieren und los geht es.
Text: Isabel Oerke (i.s.o.)
Fotos :i.s.o.
Little Neal and the Blueflames in der Church of Tohuwabohu, Köln 22.05.2009

Einen heissen Abend mit Little Neal and the Blue Flames gab es in der Kölner Church of Tohuwabohu. Die Berliner Band brachte den Saal mit ihrem 50ies........
noch mehr zum Kochen. Leider hatten aufgrund der hohen Temperaturen nur wenige Zuschauer den Weg in die Church gefunden.
Doch die Daheimgebliebenen verpaßten
besten Rockabilly. "You don´t love me" und "Music to my ear" waren nur zwei Stücke des Abends

Die Band gab sich sehr publikumsnah und so hatte man draußen in den Pausen ebenfall jede Menge Spaß bei selbstgemixten Getränken. Beim zweiten Set wurde trotz der Hitze das Tanzbein geschwungen und der Abend gipfelte im Recordhop.

Text: Isabel Oerke (i.s.o.)
Fotos :i.s.o.
Marc Almond am 15.03.2009 im Docks, Hamburg

Er ist ein begnadeter Sänger. Schon in den achziger Jahren zusammen mit Dave Ball als Soft Cell hatte er zahlreiche Hits. Das bekannteste davon ist natürlich
"Tainted Love". Und auch dieses Konzert im Hamburger Docks ist eine wunderbare Zeitreise. Marc Almond gab sich super motiviert und sang voller inbrunst Stücke von Soft Cell und Diverses aus seiner Solokarriere. Auf dem Piano stehen Teelichert und Marc gestikuliert ergreifend. Songs, wie "I have lived", "Friendship" oder Coverversionen, wie "„Days of Pearly Spencer“ versetzen das Publikum in einen schwärmerischen Zustand. Almond ist über die Jahre immer tätowierter geworden und goldene Frontzähne blitzen beim Gesang auf. Doch der Star kündigt ganz glamourös brav jeden Song an. So kann sich das Publikum schon auf das Mitsingen einstellen. Das ist gerade bei den alten Soft Cell Stücken, wie "Torch", "Bedsitter" und natürlich "Tainted Love" eine besondere Freude. Natürlich gibt es auch ein nagelneues Stück namens „Variety“ und zum Schluss das passende Soft Cell Stück „Say Hello, Wave Goodbye“. Der Abend im Docks bleibt unvergesslich und Marc Almond sollte sich nicht wieder so viel Zeit lassen in Deutschland aufzutreten.
Text: Isabel Oerke (i.s.o)
Fotos :m.n
01.02.09, Winter Dance Party („A Tribute To Buddy Holly“) im STAGE CLUB, Hamburg

Vor 50 Jahren, am 03.02.1959 - genannt „The Day The Music Died“ - kamen bei eine
Flugzeugabsturz drei der hoffnungsvollsten Rock’n‘Roll-Talente auf einem Maisfeld im
Staate Iowa, USA, um’s Leben: Buddy Holly (22), Ritchie Valens (17) sowie J.P. „The
Big Bopper“ Richardson (28) waren unterwegs zum nächsten Auftrittsort ihrer „Winter
Dance Party“-Tour (mit Buddy Holly als Headliner), die sie gemeinsam mit Dion & The
Belmonts durch die USA führen sollte.
Im Andenken an dieses musikhistorisch wichtige Ereignis war der STAGE CLUB Hamburg
Gastgeber eines Events der Extraklasse:
Der 01.02.09 (ein Sonntag, genau wie vor 50 Jahren!) bildete den Abschlusstag einer
5-tägigen Tribut-Konzertreise durch Deutschland, mit von der Partie PHIL TRIGWELL
(GB/SE) als Buddy Holly, PEP TORRES (USA) als Ritchie Valens sowie RANDY RICH (DE)
als The Big Bopper, nicht zu vergessen als musikalische Unterstützung die RHYTHM
BOMB ALL STARS (Mitglieder von CHERRY CASINO & THE GAMBLERS, RANDY RICH & THE POOR
BOYS und der RED MARTIN COMBO) sowie den DELL-MONTS als Dion & The Belmonts.

Das nüchtern-warme Ambiente des STAGE CLUBs konnte nicht ganz den passenden Rahmen
für ein hitzig-schwitziges Konzert plus Tanzabend bieten, was sich vielleicht auch
in der Besucherzahl niedergeschlagen hatte, die Musiker aber nicht daran hinderte,
spielfreudig und mit ordentlich Stehvermögen ihr Bestes zu geben. Trübsal war hier
ohnehin fehl am Platz, denn die mitreißende Musik war der Star!
Gespielt wurden natürlich Stücke der gehuldigten Sänger in wechselnder Besetzung; so
gab Wieland von den DELL-MONTS (Chor-Dreier) mit klasse Stimme z.B. „Runaround Sue“
und „Teenager in Love“ als Dion-Impersonator zum Besten, was vom Publikum gerne
mitgesungen wurde und zum einen oder anderen Tänzchen vor der Bühne animierte.
RANDY
RICH war heute - wenn nicht mit Gitarre eher im Hintergrund – am Mikro der „Big
Bopper“ (bekannt z.B. durch „Chantilly Lace“).
Axel, im Hauptberuf Sänger von
„CHERRY CASINO & THE GAMBLERS“, bediente an diesem Abend übrigens bis zur Ohnmacht
die Trommeln; ein Multitalent, wie alle Beteiligten!
Gegen 21:45 Uhr dann erklomm PEP TORRES - wie Valens mexikanischer Abstammung - die
Bühne, um Ritchie Valens z.B. mit „Come on, let’s go“ ein würdiges Denkmal zu
setzen.
In einer Pause (während der sich PEP TORRES unter’s Publikum mischte und auch
tanzte!) forderte DJ McFly (vom Hamburger „20Flight Rock“-Club) mit Musik vom
Plattenteller zum Tanz auf, dem aber eher zögerlich nachgekommen wurde.

Man fieberte
den folgenden Live-Auftritten entgegen, die wiederum PEP TORRES mit teilweise
spanisch gesungenen bzw. eigenen Titeln einleitete wie „Buscando tu querer“,
„Lorena“ oder „Cry cry cry“ (Valens).
Valens‘ Überhit „Donna“ widmete er den anwesenden Eltern von Patrick (DELL-MONTS),
die angeblich ihren ersten Kuss in den Fifties zu diesem Song hatten, und ergänzte
dann äußerst charmant, dass der zweite Kuss heute Abend folge. Brüller! :-)
Auch den diskreten Hinweis auf eigene, vor Ort käuflich erwerbbare CD’s vergaß er
nicht mit einem Mitleid erregenden „der Weg von Kalifornien über’n Großen Teich ist
so teuer!“ zu unterstützen (ob die Erlöse aus dem CD-Verkauf für den Rückflug nach
L.A. reichten, ist mir leider nicht bekannt…). :-)
Als Zugabe folgte später natürlich das unvermeidliche „La Bamba“!

Nach einer Umbaupause, während der sich alle beteiligten Musiker zum „Meet'n'Greet“
unter’s Publikum mischten, den Getränketresen aufsuchten oder für Fotos und
Autogramme zur Verfügung standen (Musik wieder vom Plattenteller), folgte gegen
23:20 Uhr der offensichtlich sehnsüchtig erwartete Auftritt von Headliner PHIL
TRIGWELL, einem knapp 62J. jungen Rock’n’Roll-Interpreten aus Schweden britischer
Herkunft. Der Platz vor der Bühne wurde knapp, und allerlei Fotografen gingen in
Stellung. Mit Superstimme, Gitarre, Pfeffer im A.... und nimmermüdem Engagement gab
TRIGWELL einen Buddy Holly, der seinesgleichen suchte. Auf eine „Retro-Kostümierung“
à la Holly hatte er allerdings verzichtet, brauchte sich aber auch so (s. Bilder)
nicht zu verstecken.
Geboten wurden natürlich beliebte Gassenhauer wie „Oh Boy“, „That’ll be the Day“
oder „Peggy Sue“, musikalisch begleitet von den „RHYTHM BOMB ALL STARS“
(Plattenlabel der heute vertretenen Musiker). Besonders erfreut war ich, „I’m gonna
love you too“ zu hören, das ich bisher eher als (pardon…) BLONDIE-Cover kennen und
lieben gelernt hatte… :-)
TRIGWELL gab aber auch eigene Titel seines jahrzehntelangen Schaffens zum Besten,
wie z.B. „Ooh Ooh Wee!“, das genauso enthusiastisch abgefeiert wurde. Nur kurz ließ
er sich 2x zu Zugaben bitten, während er Runden durch‘s Publikum drehte.

Gegen 00:15 Uhr war leider Schluss mit „Live“. DJ McFly war an der Reihe, das
Publikum zum Tanz zu animieren, denn immerhin war eine „Party“ annonciert. Leider
leerte sich der STAGE CLUB recht zügig, wohl aufgrund des frühen Montagmorgens, an
dem etliche sicher nur ungern an ihren Arbeitsplatz dachten… Einige Unermüdliche
blieben dennoch, um das eine oder andere Tänzchen zu wagen oder mit PHIL TRIGWELL
ein Schwätzchen zu halten. Ein sympathischer und unkomplizierter Mann!
Bis ca. 02:00 konnte noch getanzt oder gefachsimpelt werden; die eingelieferte
Garderobe wurde da aber schon nicht mehr bewacht…
Ein insgesamt fulminanter Abend! Schmissige Musik, die so gar nicht nach „Oldies“
klang, spielfreudige Musiker und ein enthusiastisches Publikum, das sich teilweise
in Fifties-Kleidung geschmissen hatte - bzw. Menschen unterschiedlichen Alters,
denen man ansah, dass sie Rock’n’Roll LEBEN - ließen vergessen, dass diese „WINTER
DANCE PARTY“ eigentlich auf einem traurigen Anlass beruhte. Dies war aber definitiv
keine Totenfeier, sondern Anlass für den gern zitierten Ausruf: ROCK’N’ROLL LEBT!!!
Text: Ann-Britt Sievert
Fotos: Ann-Britt Sievert/ Isabel Oerke
Jerry Lee Lewis 01.11.2008 CCH, Hamburg - In der Kürze liegt die Würze??

Das Hamburger CCH zeigte sich an diesem Abend gut gefüllt und es waren jede Menge Altrocker und Kiezgrößen erschienen um dem Killer zu huldigen. Nachdem die Bonds abgesagt hatten trat Schildkröte und Band als erster Supportact auf. Es gab Oldies vom Feinsten, doch das Publikum blieb verhalten. Als zweite Vorband trat die Schwester des Killers an und brachte jede Menge gute Laune in den Saal. Sie war dem Publikum zugewandt und es schien ihr sichtlich Spaß zu machen. Hiervon sollte sich Bruder Jerry Lee ruhig eine Scheibe abschneiden. Schließlich erschien der Killer am Piano. Na gut, der Mann ist schon einen Tag älter, jedoch spielte er recht unmotiviert seine Hits. Das Publikum jubelte zwar, doch hielt es die meisten Zuschauer brav auf ihren Bänken. In 40 minunten war die Sache erledigt. Keine Zugabe, kein gar nichts. Mit um die 70 Euro für dem Kurzauftritt einfach das teuerste Konzert des Jahres. Obwohl das Westenliche gespielt wurde, wie "Roll Over Beethoven", "Sweet Little Sixteen", "Johnny B. Goode", "Mexicali Rose", "Great Balls Of Fire", "Whole Lotta Shakin´ Goin´ On",
bleibt einem das Konzert nicht in guter Erinnerung. Und eine Halle mit Sitzbänken läßt ebenfalls keine rechte Rock and Roll Stimmung aufkommen.
Text: Isabel Oerke (i.s.o.)
Fotos :i.s.o.
Stray Cats Farewell Tour am 01.09.08 im Hamburger Stadtpark

Das Wetter hielt sich vorbildlich als am Montagabend die Band Buzz Campbell & Hot Rod Lincoln den Rockabilly Abend im Hamburger Stadtpark
eröffneten. Bereits um kurz nach 19 Uhr spielte die Band aus Kalifornien Stücke, wie „Blue Cafe“ oder „ Invasion from Mars“ von ihrem kommenden
Album „Runaway Girl“. Dies war ein gelungener Einstieg, um nach kurzer Umbaupause schon um 20 Uhr die legendären Stray Cats zu begrüßen. Die Band
um Brian Setzer gab sich gewohnt routiniert und eröffnete ihr Set mit „Rumble in Brighton“. Stray Cats aus New York gibt es schon seit 30 Jahren und
Setzer stellte sogar den Roadie vor, der die Band in dieser Zeit begleitete. Das Hamburger Publikum gab sich begeistert bei allen Hits, die die
Band spielte. So durfte natürlich „Rock This Town“, „Gina“, und „Sexy and 17“ nicht fehlen. Brian Setzer zeigte stolz seine neue Gretsch Gitarre
im Leopardenmuster und verlangte oft nach einen Bier, welches es aber erst nach Konzertende circa eine Stunde später gab.

Lee Rocker und Slim Jim Phantom glänzten mit akrobatischen Einlagen am Standbass und Drumset und wirbelten fast wie in alten Zeiten über die Bühne. Bei „ Stray Cat Strut“
summte das Publikum engagiert mit und auch der Rockabilly Train wurde umgesetzt, um dann in dem Song „Fishnet Stockings“ zum gipfeln. Um 21 Uhr
gab es noch zwei Zugabenblöcke unter anderem mit „ Please Don’t Touch“ und nach gut anderthalb Stunden verabschiedete sich das Trio leider schon.
Diesmal sollte es die endgültige Abschiedstour sein, aber wer weiß, ob die Herren nicht in absehbarer Zeit doch wieder Kleingeld gebrauchen können
und noch einmal touren. Es wäre schön.
Text: Isabel Oerke
Fotos: Isabel Oerke
The B-52’s Funplextour am 16.07.08 auf der Bonner Museumsmeile

The Man No.9
Die Bonner Museumsmeile war schon gut gefüllt und durch den Support von The Man No.9 optimal angeheizt. Diese Partyband, die nicht nur aus Männern
bestand, zeigte sich uniform gekleidet und brachte Electrosongs wie zum Beispiel „Nightclubgirl“ aus ihrem aktuellem Album.
Um kurz nach acht betraten dann The B-52’s die Bühne, um Songs, wie beispielsweise „Juliet of the Spirits“ aus Ihrem
neuem Album „Funplex“ vorzustellen.

Natürlich fehlten auch die alten Hits der Band nicht. Den Auftakt machte hierzu gleich
„ Mesopotamia“, mit dem typischen Sprechgesang und Armbewegungen. Sänger Fred Schneider stellte ab und an seine Deutschkenntnisse
unter Beweis. Das Publikum jenseits der 30 war begeistert und schwelgte in Nostalgie. Was bei “ Give me back my man“ oder Private
Idaho natürlich kein Wunder war. Katie Piersson und Cindy Wilson hatten sich besonders hübsch gemacht.

Mit Highheels und Corsage waren sie
eine Augenweide. Musikalisch reichte die Palette von Rock and Roll, über Punk und ein wenig Funk. Und bei dem Track „Love Shack“
wurde sogar zur Laserpistole gegriffen. Um 21 Uhr 30 war aber leider schon Schluss. Doch um eine Zugabe kam die Band jedoch nicht herum.
„Rock Lobster“ und „Planet Claire“ waren ein schöner Ausklang des gelungenen Abends.
Text: Isabel Oerke
Foto: Isabel Oerke
Das Amphifestival 2008 am Kölner Tanzbrunnen

Köln ist immer ein Reise wert. Besonders, wenn sich die schwarze Szene am 19/20.07. 2008 dort versammelt. Denn am Kölner Tanzbrunnen fand bereits
das vierte Amphi Festival statt. Das Festival, welches erstmalig im Gelsenkirchener Amphi Theater beheimatet war, trägt daher seinen Namen und hat sich neben Festivals, wie dem M’era Luna und dem Wave Gotik Treffen einen Namen gemacht. Dieses Jahr waren, neben der umfangreichen Bandauswahl auf zwei Bühnen, besonders der Beachclub am Rhein und vor allem die langersehnten kostenlosen Parkplätze lobenswert.

Am Samstag kamen vor allem die EBM Liebhaber auf ihre Kosten. Das Theater zeigte sich ganz im Zeichen dieser Klänge. Ob nun Grendel, Haujobb,
Tactikal Sekt oder The Klinik, harte Beats und zuckende Lichter sorgen auf der Indoorbühne für treibende Stimmung. Leider war das Theater
oft zu voll und es gab beim Einlass nicht selten Warteschlangen, die sich teilweise erst nach 20 Minuten auflösten. So kam nicht jeder, der
wollte in den Genuss der dort spielenden Bands. Draußen gab es dieses Problem natürlich nicht und so amüsierten wir und bei Zeromancer,
die mit „Clone your Lover“ und „ Dr. Online das Publikum auf ihrer Seite hatten. Natürlich kündigten die Norweger auch ihr
neues Album an.

Da Honey von Welle:Erdball als Moderator des Amphifestivals fungierte, kündigte er sich und seine Band gleich selber an. Der Welle:Erdball
Auftritt sorgte wie immer für gute Laune, war jedoch leider zu kurz um alle wichtigen Hits zu spielen. So beließ man es bei Stücken,
wie „Starfighter F104G“, „Monoton und Minimal“ oder „ Arbeit adelt“ und beendete den Auftritt,
diesmal ohne die bekannten Luftballons und mit dem Songcover „Es geht voran“. Dafür wurde bei ihrer Show im Hintergrund
ein schönes Graffiti auf Plastikplane gemalt, welches vom Publikum gewürdigt wurde und dem aufkommenden Wind gerade noch standhielt.
Das Wetter war am diesem Samstag sehr durchwachsen und brachte mal Sonne mal Regen. Und mit Letzterem hatten dann Zeraphine
zu kämpfen. Sven Friedrich und Band spielten „Jede Wahrheit“ und „I will follow you“,
sowie ihr bekanntestes Stück „Be my Rain“. Da konnte man gleich sehen, wer für den Regen verantwortlich zeichnet.
Die nachfolgenden Covenant hatten alle namhaften Songs im Programm.

Sänger Eskil und Mannen, im weißen Anzug, sangen „Stalker“,
„Ritual Noise“, „We stand alone“ und meinen Favoriten „ Dead Stars“. Das Publikum war zufrieden.
Für die älteren Zuschauer und Liebhaber ruhigerer Musik kamen nun deine Lakaien auf die Bühne. Das ganze Set war ein Best-of mit Songs,
wie „ Reincarnation“, „Over and Done“ oder „Love Me To The End“ und ein krasses Gegenteil zu der Musik
von Covenant und den nachfolgenden Oomph. Die Headliner des Abends hatten das Publikum fest im Griff und konnten auch noch ein paar
Zuschauer begrüßen, die zu Combichrist nicht mehr in das Tanzbrunnentheater hineinkamen. Leider spielte die Band fast ausschließlich ihre
neueren Stücke, was die älteren Besucher doch etwas schade fanden. Jedoch sang das jüngere Publikum dann gekonnt bei „Augen auf“, „Gott ist ein Popstar“ oder „Fieber“ mit.
Nachdem viele Besucher das Theater verlassen hatten, war dort wieder etwas mehr Platz für die Tanzwütigen und die Aftershowparty.
Am Sonntag konnte man den Tag recht früh, d.h. um 10 Uhr 30 mit dem DVD Film „Operation-Zeitsturm von Welle:Erdball beginnen. Das erschien uns jedoch
zu früh und auch das sonntägliche Wetter war überhaupt nicht einladend. Es war sehr frisch geworden und wir entschieden uns zuerst Cinema Strange
im Theater anzusehen. Diese Band macht etwas eigentümliche Musik, die teilweise an Pekingoper oder H.P. Kerkelings „Hurtz“ erinnert.
Nachdem Das Ich gewohnt fetzig über die Hauptbühne wirbelten und Stefan Ackermann rotbemalt Hits, wie „Destillat“ und „Gottes Tod“ sang,
sahen wir uns Clan of Xymox an. Die Band um Ronny Morrings gibt es schon seit den 80er Jahren und sie sind einfach zeitlos. Diesmal sang

Morrings sogar das Bowie Cover „Heroes“. Es war eben was für die älteren Semester. Da es sich draußen richtig einregnete, war das Theater
übervoll und bei Diary of Dreams fanden dort nicht alle Fans Unterschlupf. Auf der Hauptbühne fanden sich Projekt Pitchfort ein, die natürlich auch „Timekiller“ sangen, welches schon zuvor gecovert worden war und später noch von And One aufgeführt wurde. And One begannen ihren Auftritt mit dem AHA Cover „The Sun Always Shines On TV“, ein weiteres Coverstück war “It’s A Sin von Pet Shop Boys und, wie schon erwähnt “Timekiller” von Projekt Pitchfork, bei dem Peter Spilles wieder auf die Bühne kam und mit And One Sänger Steve im Duett sang. Bei “,„Deutschmaschine“, „Military Fashion Show“, „Traumfrau“ oder „Steine sind Steine“ konnte man sich dann auch richtig warmtanzen. Ein gelungener Abschluss auf der Hauptbühne. Im Theater ging es dann erst zu später Stunde mit den Krupps weiter. Obwohl Sonntag war, blieb die Location jedoch gut gefüllt und man konnte sich an Songs, wie „To The Hilt“ erfreuen.
Das Amphi Festival war dieses Mal ausverkauft und der Veranstaltungsort wird allmählich zu klein. Obwohl die Bandauswahl sich sehen lassen konnte, ist es natürlich ärgerlich, wenn man seine Band aufgrund von Überfüllung des Theaters nicht sehen kann. Als absolut negativ zu bewerten sind die gepfefferten Preise für Speisen und Getränke, hier sollte unbedingt Abhilfe geschaffen werden. Sehr positiv war neben den Bands, vor allem der Beachclub, mit Blick auf das schöne Rheinpanorama. Wir sehen dem fünften Amphi Festival mit Spannung entgegen.
Text: Isabel Oerke (i.s.o.)
Fotos :i.s.o.
Lappen weg- Frauen ohne Regeln am 12.06.08 - im Hamburger St. Pauli Theater

Wenn Frauen ihren Lappen weg haben, dann sind sie ohne Regeln. Will
heißen, vier frustrierte, von den Wechseljahren geplagte Frauen treffen
beim Idiotentest aufeinander. Hiermit können sich die begeisterten
Zuschauer des Hamburger St. Pauli Theaters gleich identifizieren. Das
Stück ist voll von trockenem Humor und flotten Sprüchen, auch mit
aktuellem Bezug zum Zeitgeschehen. Schließlich hat Deutschland soeben
das EM Spiel verloren und Helma (Gerburg Jahnke) und ihre
Mitstreiterinnen finden sich im Seminar für Punkteauffällige wieder. Die
Probleme warum es soweit kam sind vielfältig. Sei es, dass Alkohol und
Lehrerin sein eine Einheit bilden oder Frau sich während des Fahrens
ihre, wenn auch nur acht, Fußnägel lackiert hat. Hauptsächlich sind bei
allen Fahrsünden natürlich die Männer schuld und so ist es schwer die
ersehnte Unterschrift für den Lappentest zu bekommen. Doch die drei
Anwärterinnen können ihre durchgeknallte Prüferin überzeugen. Bei
Musikeinlagen und frechen Songs tanzt man gemeinsam um den Fikus
Benjamin. Wer bei mannstollen Liedern Tränen lachen will darf Lappen
weg an einem der nächsten Termine nicht verpassen.
Text: Isabel Oerke
Foto: Pressebild Lappen weg
Zarah ohne Kleid - Tim Fischer am 19.Mai 2008 im Gloria, Köln

Im schwarzen siebziger Jahre Catsuit betrat Tim Fischer am vergangenen
Montag in Köln die Bühne. Das Gloria Theater war nahezu ausverkauft und
schon nach den ersten Zarah Liedern „Der Wind hat mir ein Lied erzählt“
und „Nur nicht aus Liebe weinen“ ertönen die ersten Bravorufe.

Fischer parodiert Zarah gekonnt und natürlich routinierter als in
früheren Zeiten. Es stimmen alle Zarahfacetten, Handkuss, Mimik und die
seiner Zeit übliche gedrillt-ordentliche Sprechweise. Tim Fischer
berichtet vom Fischfang und Weihnachten auf Gut Löne und rrrrollt das
Zarah R zur Freude des Publikums. Schon 1991, zu Beginn seiner Karriere,
stand Tim Fischer mit dem Programm „Zarah ohne Kleid“ auf der Bühne.

Es ist wunderbar diverse Zarahsongs von ihm noch einmal zu hören.
Beispielsweise eben auch den Song „Wunderbar“, bei dem sich passend zum
Walzertakt die Diskokugel des Gloriatheaters dreht. Natürlich fehlen
auch Stücke wie „Yes Sir“, „Waldemar“, „Ich kenn den Jimmy aus Havanna“
oder „Nie wieder so einen wie Waldemar“ nicht.

Auch an einem Zarah Potpouri und an Raritäten des alten Ufastars wurde
nicht gespart. Bei „Wodka für die Königin“ genehmigten sich Tim Fischer
mit Pianist Rainer Bielfeld durchaus ein Gläschen – was auch immer. Es
gab Anektoden über den Tag an dem Zarahs Brille kaputt ging und sie vor
lauter Kurzsichtigkeit nicht merkte, dass sie mit Goebbels frühstückte.

Im zweiten Teil des Auftritts hätten einige der vielen Songs zwar
wunderbar zu Zarah gepasst, sind aber niemals von der Diva gesungen
worden. „Wir zwei sind ein Paar“, aus der Feder von Edith Jeske, singen
Rainer Bielfeld und Tim Fischer im Duett. Nachdem Zarah Fischer noch den
Spielort Köln mit Möln verwechselte, warb er für seine anschließende
Spendensammlung für sein Antiaidsprojekt in Simbabwe und beschloss mit
„Die Rinnsteinprinzessin“, ebenfalls Text Edith Jeske, den gelungenen
Abend.

Der ein oder andere Zuschauer spendete gern und wechselte noch ein paar
Worte mit Rainer Bielfeld oder Tim Fischer. Eine effektvolle Idee, so
publikumsnah Spenden zu sammeln.
Text: Isabel Oerke
Fotos: Isabel Oerke
Spring Break Hop 08 am 01 März im FZW, Dortmund

Am Samstag, den 01.03.2008 traf man sich zur großen Spring Break Sause im FZW, Dortmund.
Es ist schön, dass jetzt im FZW komplettes Rauchverbot herrscht. So muss man keine Angst haben, dass einem der Petticoat angebrannt wird.
Nachdem Varmints & Vagrants mit ihrem White Trash Hillbilly den Abend eröffneten, wurde schnell klar, dass uns ein vielfältiges Musikprogramm erwartete. Velvetone servierten Rockabilly mit einer Spur von Rhythm'n'Blues und Country Musik.

Dannach wurde es eine Ecke härter. Denn Rockabilly mit der Energie des Punk zu verbinden, das haben sich Rich Taste auf die Fahne geschrieben.
Die Rockin' Slickers spielten im Anschluss gekonnten Rockabilly bis schließlich THE GO-GETTERS aus Schweden ihre bekannten Stücke zum Besten gaben. Im FZW war an diesem Abend nur die Halle geöffnet, so dass die Veranstaltung gut gefüllt war und es ein ganz besonderer Abend wurde.
Text: Isabel Oerke
Fotos: Isabel Oerke
Fotos
The Cult am 06.03.08 einziges Konzert in Deutschland

Die Kölner Live Musik Hall war an diesem Abend überschaubar gefüllt als um kurz nach 20 Uhr The Others als erster
Supportact die Bühne betraten. Die Band aus Leichlingen hat sich im Bereich des Horrorpunks schon einen Namen gemacht
und so wurden allerhand Gruseltracks von ihren beiden Alben gespielt. Bei „Beware of Ghouls“ , „Lover’s Lane“, „The Monster is out“
geht ganz schön der Pogo ab. Auch das Outfit der Band ist passend zu den Tracks einfach „scary“, mit blutverschmierter
Schlachterschürze des Drummers oder Skletthandschuhen und Sklettbemalung der übrigen Bandmitgliedern passt alles schön horrorpunkig zusammen.

Den nächsten Gig dieser Horrorhelden sollte man sich unbedingt vormerken. Als zweiter Support folgten Zero aus Essen.
Diese Band macht Progessiven- Alternativerock und das ganze schön brüllig. Wie sie selber sagten, machen sie Musik für untenrum.
Meines Erachtens passten die Vorbands nicht zusammen und der Sänger hat mich, so evil er auch war, irgendwie an Rudolf Mooshammer
erinnert, ob das wohl an seinen schwarz-roten ordentlich frisierten Haaren lag.

Um 21 Uhr 45 ging es endlich mit The Cult los. Diese gewannen gleich die Herzen der Fans mit dem Track „Spiritwalker“
vom Album Dreamtime gefolgt von „Rain“ von dem The Cult Klassikeralbum Love. Dies war ein gelungener Auftakt und die Zuschauer
waren begeistert. Es folgten Songs, wie „She Sells Sanctuary“, „Fire Woman“, „Sweet Soul Sister“. Auch vom aktuellen Album Born Into This
wurde „I Assassin“ gespielt.

Für mich war das romantische „Edie, das Highlight des Abends. Ian Astbury wackelt immer noch so mit dem Bein beim Singen,
wie in alten Zeiten und es war schön ihn und Billy Duffy einmal wieder zu sehen. Mit etwas über einer Stunde Spielzeit, war
der Auftritt von The Cult jedoch sehr kurz. Doch da zahlreiche Hits gespielt wurden und die Band nach der Zugabe noch das Tamburin,
Drumsticks und Plektren in die Menge warfen, war der Abend sehr gelungen.
Text: Isabel Oerke (i.s.o.)
Fotos :i.s.o.
Human League - Dare Tour 17.12.2007 in Köln

Eines des besten Konzerte in diesem Jahr war zweifelsohne das einzige Deutschlandkonzert von Human League in der Kölner Live Musik Hall.
Die Halle war am 17.12.2007, so gut gefüllt, dass es für das Publikum in der Altersklasse um die 40 nicht zu drängelig wurde.

Als Vorgruppe spielten One Two, eine neue Formation, bestehend aus den altbekannten Künstlern der Propaganda Sängerin Claudia Brücken
und dem OMD-Mitglied Paul Humphreys. Die Titel der Band kamen von ihrem Debütalbum „Instead“, bei dem Stücke wie „Sequential“
und „Cloud Nine“ natürlich ein bisschen an die damaligen Bands erinnerten. Letzteres wurde übrigens zusammen mit Martin L. Gore (Depeche Mode)
geschrieben.

Der Titel „Kein Anschluss“, wurde von Claudia auf Deutsch gesungen. Und sogar der Propagandatrack „Duel“ fehlte nicht. Die Band konnte
wunderbar auf die nun folgenden Human League einstimmen.
Die meisten Zuschauer kannte die Band wohl noch aus den 80er Jahren und es machte Spaß zu sehen, dass die vielen Fans bei Stücken, wie „Do or Die“ oder „Love action“ sehr textsicher mitsangen. Da es sich um die Dare Tour handelte spielten Phil Oakey und Band nahezu alles des gleichnamigen Albums. Besonders zu erwähnen ist die wandlungsfähigkeit der Band, so wurde das Bühnenoutfit mehrfach gewechselt. Oakey trat mal mit Sonnenbrille, im Gestapomantel, im Anzug oder in Mönchskutte auf. Die Damen zeigten sich mal sittsam, mal erotisch oder in edlem silbernen Kleidern. Einzigartig waren auch die Videoprojektionen, die während der ganzen Show auf mehreren Leinwänden im Hintergrund liefen. Hier gab es Anatomiekarten, Ägyptische Motive, BBC News oder
marschierenden Nazis aus Clockwork Orange alles im Einklang mit den gespielten Songs.

Als die Hits „Don't you want me“, „Human“, „The Lebanon“ und „Together in electric dreams“ war die Stimmung auf dem absoluten
Höhepunkt und die Band verabschiedete sich. Ich war auf die Zugabe gespannt und wünsche mir „Being Boiled“ zu hören, das Stück
irgendwie kantiger und daher mein Favorit. Die erste Zugabe war überraschenderweise tatsächlich „Being Boiled“ und somit war das Konzert
ein voller Erfolg. Mit „Mirror Man“ verließen Human League um 22:30 Uhr die Bühne. Bei diesem grandiosen Auftritt gab es nichts mehr zu toppen.
Text: Isabel Oerke (i.s.o.)
Fotos :i.s.o.
Interview mit Holly von Letzte Instanz

- Wie entstand die Idee zum Namen Letzte Instanz?
Letzte Instanz ist zum einen das selbst gesetzte Ziel eine musikalische
Instanz zu werden, die aus der deutschen Musikszene nicht mehr wegzudenken
ist. Es ist zum einen sehr hoch gestochen und wir hauen damit auf den Putz.
Allerdings ist der Name auch mit einem Augenzwinkern zu sehen. Der Name
sollte zudem markant und kernig sein und zum anderen etwas provozieren.
- Warum konntet Ihr die Krise der Band nicht gemeinsam meistern, sondern
musstet Bandmitglieder austauschen? Waren die Differenzen nicht unter einen
Hut zu bekommen?
Wie in einer Beziehung kann man auch in einer Band zu dem Punkt kommen, wo
persönliche Differenzen so groß werden, dass man nicht mehr zusammen sein
kann. Hinzu kamen musikalische Differenzen, welche nicht mit Kompromissen
gelöst werden konnten, ohne dass die Letzte Instanz ihr musikalisches Profil
verloren hätte. Hinzu kamen Wünsche von ausgestiegenen Bandmitgliedern dem
Rockmusikzirkus den Rücken zu kehren, weil es einfach nicht mehr ihr Ding
war herum zu reisen und sie das Gefühl hatten ihre Familie zu
vernachlässigen.
- Ist es nicht ungewohnt plötzlich mit anderen Leuten zu spielen?
Sich auf neue Musiker einzustellen ist zum einen ungewohnt, hält allerdings
nur bis zum 3. Konzert an. Spätestens dann ist der Mann neben einem zu einem
vertrauten Kollegen geworden und 3 Konzerte später ist er bereits ein
Freund. Außerdem sind es alle von uns gewohnt durch Gast- und Nebenprojekte
mit anderen Musikern zu musizieren. Darum sind wir auch sehr offen, was das
Kennenlernen und die Zusammenarbeit mit anderen Musikern angeht.
- Wird die nächste CD auch wieder so ruhig oder ein wenig rockiger?
Auf Balladen werden wir definitiv nicht verzichten. Aber nach einer sehr
gemischten CD und dem kommenden Akustikalbum juckt es uns gerade sehr in den
Fingern wieder mehr Gas zu geben. Das nächste Album wird der Rock regieren!
Interview: Malve Brosch(mbr)
Foto: i.s.o.
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