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Karneval




Immigrantenstadl -2009 im Bürgerhaus Stollwerk, Köln



“Eine Karnevalssitzung von Immis für alle Welt”

In der Kölner Südstadt findet in der Karnevalssession 2009 schon zum vierten Mal der Immigrantenstadl statt: Eine echte Kölner Karnevalssitzung garantiert ohne Kölner! Entsprechend kennen sich die Stars des Immigrantenstadl mit den rätselhaften Bräuchen des rheinischen Frohsinns nicht so gut aus: Statt Schunkeln wird Sirtaki getanzt, statt Tusch wird gejodelt, statt kölschem Klüngel werden die ganz großen Menschheitsfragen beantwortet... Im Immigrantenstadl 2009 wird Präsidentschaftskandidatin Sarah Palin zur Wahl des Kölner Oberbürgermeisters antreten. Der Roman „Feuchtgebiete“ der Kölner Immi-Autorin Charlotte Roche wird in alle Weltsprachen übersetzt – so auch in Kölsch. Ein kulinarischer Führer weist den Weg durch den Gastro-Dschungel türkisch-italienisch-mexikanisch-indischer China-Imbisse. Und wie man Rosenmontag im Abschiebeknast feiert, bleibt auch kein Geheimnis. Einlass jeweils eine Stunde vor Beginn!

Nach jeder Sitzung After Show-Party für alle!

Großer Saal, 1. Stock

Vorverkauf ab 6. Dezember bei allen Verkaufsstellen von KölnTicket Tel.: 0221 - 2801

Eintrittspreis: 22,- Euro zzgl. VVK-Gebühr

Karnevalstermine 2009

Fr. 20.02. 20:11
Sa. 21.02. 20:11
So. 22.02. 20:11
Di. 24.02. 19:00 mit Nubbelverbrennung



Divertissementchen -2009 Klüngel op joot Kölsch



In ihrem 135. Divertissementchen zur Karnevalssession 2009 nimmt die Bühnenspielgemeinschaft 'Cäcilia Wolkenburg' ein beliebtes und umstrittenes Thema aufs Korn: den 'Kölschen Klüngel'. Einerseits schätzt man ihn, wenn er dazu beiträgt auf unbürokratischen Wegen schnell die Lösung kleiner, großer, privater oder allgemeiner Probleme zu finden. Andererseits wird er mit allergrößter Skepsis betrachtet, wenn große Summen bewegt werden und nicht ganz klar zu sein scheint, wem eigentlich das nützt, was da gerade 'geklüngelt' wird. Also: Welcher Klüngel 'es joot' und welcher 'es schlääch'? Mit dieser Frage muss sich auch der Kölner Oberbürgermeister beschäftigen, der zu Beginn des Stückes in einen Traum versinkt. Und was er da träumt, hat unmittelbar mit der 'Cäcilia Wolkenburg' und ihrer traditionellen Spielstätte, dem Kölner Opernhaus, zu tun. Während einer Vorstellung fällt ein Kronleuchter herab und das dringend sanierungsbedürftige Opernhaus wird wegen Baufälligkeit geschlossen. Und, wie bestellt, treten die 'Experten für das Bauwesen' in Köln auf: Die Herren wollen wieder ein großes Geschäft machen und durch ein neues 'Gutachten' beweisen, dass, statt einer Sanierung des Opernhauses, nun ein Neubau erforderlich ist. Dagegen bildet sich eine Opposition. Sie sind auch für Klüngel, aber nur für den, bei dem letztlich auch die einfachen Leute in Köln etwas davon haben. Sie wollen das Opernhaus am alten Ort retten. Ob es ihnen gelingt, den neuen Coup des Kölner Bauklüngels zu stoppen? Als der Kölner Oberbürgermeister am nächsten Morgen erwacht, ist er sich nicht ganz sicher, ob er alles nur geträumt hat.

Eintrittskarten sind erhältlich unter der Telefonnummer 0221 / 2801



Fatal Banal -2009 im Büze, Köln

Fatal Banal - Sitzung, Féte und mehr! Seit 18 Jahren hat sich in Köln ein bewährtes Sitzungskonzept im alternativen Karneval durchgesetzt! Die Alternative im Alternativen Karneval: Drei Stunden abwechslungsreiches Programm von Kabarett, Comedy, Klamauk bis natürlich zum Karneval werden auch in dieser Session 2008/2009 an 15 Veranstaltungen von 8 Akteuren auf der Bühne im Bürgerzentrum Ehrenfeld präsentiert. Unterstützt werden sie, wie in jedem Jahr von ihrer Hausband, den TRAUZEUGEN, bei denen es auch nach der Sitzung noch richtig abgeht. Spaß ohne Ende und danach Tanzen bis zum Umfallen!

Wie sieht eigentlich der Einsatz unserer Bundeswehrsoldaten in Afghanistan aus? Oder: Kann man mit Übergewicht kämpfen? Was kann man gegen die sinkende Geburtenrate in Deutschland tun? Oder: Kann man Kinderkriegen verweigern? Warum heißt die Kölner U-Bahnstation „Kalk Kapelle" eigentlich nicht „Kalk Moschee"? Oder: Wer war zuerst da? Auf diese und noch viel mehr Fragen gibt Fatal Banal auch in der kommenden Session Antworten. Für jede und jeden ist wieder etwas dabei. Fatal Banal lässt kein Thema aus: Rauchverbot in Kneipen, Kellerkinder in Österreich, Kaffeetrinker, Rentner, Fernsehzuschauer, Naviabhängige, Karnevalsflüchtlinge… Zum 18. Mal stehen sie auf der Bühne im Bürgerzentrum Köln-Ehrenfeld, die 8 Akteure und 5 Musiker der Fatal Banal-Hausband „Die Trauzeugen". Und wie immer bieten sie ihrem Publikum eine bunte Mischung aus Politik, Realsatire, kölner Lokalthemen, Karneval und Klamauk. Mit dabei Publikumslieblinge wie das Dreigestirn Köln-Roggendorf-Thenhoven, das über Auswandern nachdenkt, Chantalls Mutter, die die sich mal wieder mit den Nöten ihres Sprössling herumschlägt und natürlich - nicht mehr wegzudenken - Sitzungspräsident Christoph Stubbe, der mit frechem Charme und Witz durch's Programm führt. Und nach der Sitzung ist noch lange nicht Schluss. Da werden die Bänke in Sekundenschnelle weggeräumt, die „Trauzeugen" spielen unermüdlich weiter und die Fatal Banaler feiern zusammen mit ihrem Publikum weiter - Party satt! Das sollte sich niemand entgehen lassen - und am besten gleich für den Folgetag Urlaub einreichen…



Divertissementchen - Ne Kölsche als Edelmann am 05.02.08 in der Kölner Oper


In einer Persiflage auf die literarische Vorlage Molieres („Ein Bürger als Edelmann“), erstellt von Heinrich Suttrup, bemüht sich der Kölner Bürger Aegidius Keldenich mit aller Gewalt und mit viel Geld um seinen „Aufstieg“ in die Kreise der Einflussreichen und Stars. Ihn umgeben bald viele „Helfer“, die Benimmkurse, Bildung und feinste Garderoben anbieten, dafür aber selbstverständlich großzügigste Honorierung in Rechnung stellen. Die Familie des karrierebewussten Helden sieht seinem Treiben zunächst nachsichtig zu, bis Ehefrau Adelgund und Tochter Luzie merken, wie ihr erworbenes und ererbtes Vermögen schneller als Eis in der Sonne schmilzt. Kann die Familie den drohenden Ruin abwenden und den Ehemann und Vater auf den Boden der Realität zurückbringen?


Unter Männer Gesang Verein stellte ich mir bis jetzt immer etwas anderes vor. Ich verstand darunter Männer im Anzug, die artig auf der Bühne stehen und ihre Lieder trällern. Doch in der Kölner Oper gibt es jedes Jahr das Divertissementchen des Kölner Männergesangvereines. Ein Divertissementchen ist ein heiter, parodistisch angelegtes Theater- und Singspiel. In diesem Jahr hatte sich der Kölner Männergesangverein „Ne Kölsche als Edelmann“ vorgenommen. Wie man schon erahnen kann, wird hier das Stück „Der Bürger als Edelmann“ von Molière auf die Schippe genommen. Alles spielt natürlich in Köln und es gibt eine Menge kölsche Lieder und Anspielungen auf politische oder gesellschaftliche Eigenheiten der Stadt.


Da saß ich nun im Publikum am Faschingsdienstag zwischen all den Narren und anderen Kostümen und traute meinen Augen nicht, als der Vorhang auf ging. Ein traumhaftes Bühnenbild und fantastische Kostüme erwarteten mich. Die schönen Frauen, alle männlichen Geschlechts, und die Ballerinas, die über die Bühne flogen, waren ein Traum. Es gab viele bekannte Melodien zu hören, wie beispielsweise „Diamonds Are the Girls Best Friend“, „Girls, Girls, Girls“ oder „Mackie Messer“, die natürlich alle verballhornt wurden. Natürlich fehlten auch die Karnevalslieder nicht, so „zog die Karawane weiter“ und die „dicken Mädchen“ hatten schöne Namen.


Phantasie, Träumerei und Gesang in Perfektion und eine wunderschöne Geschichte in zehn verschiedenen Bühnenbildern, das ist das Divertissementchen. Mit Zwölf Minuten stehenden Ovationen wurde das Ensemble nach fast dreistündiger Entführung in diese Zauberwelt belohnt.


Und als Zugabe der besonderen Art wurde „Am Aschermittwoch ist alles vorbei“ gesungen. Hier sang neben den Akteuren auch das Publikum lauthals mit. Das war ein ganz besonderes Erlebnis und ein schöner Karnevalsausklang. So ist es auch nicht verwunderlich, dass ich im ganzen Opernsaal keinen einzigen freien Platz gesehen habe.

Text: Isabel Oerke/Gisela Renker
Fotos: Isabel Oerke





Dritte Karnevalssitzung von Immis für Immis, der Immigrantenstadl 2008 in Köln



Der „Immigrantenstadl“ ist die erste Karnevalssitzung von Immis für Immis. Zum dritten Male hieß es im Kölner Bürgerhaus Stollwerk, ab zum Immigrantenstadl. Der Saal war bis zum letzten Platz besetzt und Hektor Moick führte durch das dreistündige Programm. Schon vor der Aufführung zeigte sich das Publikum sehr sangesfreudig.

Die Band Ballaballa, die sogar Immis aus Bergisch Gladbach beinhaltete, sorgten für den Tusch des Abends, den die Zugereisten, die Immis eben, mit dem Spruch „Wir sind gekommen, um zu bleiben“, beantworten mussten. Der Immigrantenstadl ist eine Mitmachsitzung.

Das Ensemble des Immigrantenstadls kommt aus aller Herren Länder. Es sind Schauspieler, Musiker und Kabarettisten , deren Sketsche so vielfältig sind, wie die Nationen aus denen diese Menschen kommen. Ob die Persiflage „ Drei Migranten ohne deutschen Pass“, „ Samba Colonia“ oder „Kaffee TOGO“, im Immigrantenstadl wird gesungen, geschunkelt und getanzt. Der Darstellerkreis setzt sich aus brasilianischen Schauspielerinnen und oberfränkischen Opernsängern, aus Musikern aus den USA und Ägypten ebenso zusammen, wie aus Bergisch-Gladbachern und Eifelanern.

In diesem Jahr wird das Programm durch den türkischen Kabarettisten Serhat Dogan und den deutsch-tschechischen Schauspieler Pjotr Scheible unterstützt. Dieser Jeckentschech bringt uns tschechisch bei und singt mit uns das bekannte Babicka. Außerdem informiert der Stadl, dass der Rosenmontagszug im Jahre 2010 bereits unterirdisch stattfinden wird, aber dafür ganzjährig, deshalb gibt es zur Zeit die ganzen Baustellen in Köln und auch das Kölner Dreigestirn wird demnächst türkisch sein und „Kölle Allah“ rufen.

Der Immigrantenstadl ist ein außergewöhnliches Programm, an das sich auch Einheimische wagen können. Für Essen und Trinken war auch gesorgt und nach der Veranstaltung wurde noch ausgiebig getanzt. Besonders bemerkenswert ist, dass der Immigrantenstadl einen eigenen Nubbel entworfen hat. Diese kleine Stohpuppe konnte man für Euro 1,-- erwerben und sich so als echter Immi outen. Eine tolle Idee.

Text: Isabel Oerke
Fotos: Isabel Oerke



Fotos






Der 61. Medizinerball 2008 im Kölner Gürzenich


Da musste ich erst 50 Jahre alt werden, um zu sehen wie man richtig Karneval feiert. Schon als Kind liebte ich die Faschingszeit und sich zu verkleiden war mein Ding. Nur in unserer Gegend konnte man das höchstens am Faschingsdienstag tun, als Prinzessin, Teufel oder irgendetwas anderes. Mein Bruder verkleidete sich gern als Cowboy. An den anderen Tagen, saßen wir vorm Fernseher und sahen wehmütig dem Kölner Karneval zu. Nun bin ich in diesem Jahr seit Weiberfastnacht hier in Köln und es ist ein Kindertraum in Erfüllung gegangen. Schade, dass ich dies nicht schon in den vergangenen Jahren erleben durfte.

Am Karnevalsfreitag ging ich in den Kölner Gürzenich zum legendären Medizinerball, wo mich beim Betreten des Saales bereits zwei Kapellen begrüßten, im Nachbarsaal gleich die Nächste, eine weitere befand sich eine Etage tiefer und im großen Saal lief ein Programm. Zum Medizinerball kamen Prinzen und Prinzessinnen, Pferde mit Reitern, Golfplätze mit Maulwürfen, die auch noch gleich einen Blindenhund mitbrachten, jede Menge Piloten mit ihren Flugbegleiterinnen, Scheichs mit Harem und Kamelen.

Ich habe Pilze, Rasen, Blumen jeder Art und Gärtner gesehen. Das gesamte Tierreich war vertreten, von Biene Maja über jede Menge Marienkäfern, Fröschen, Löwen, Tigern, Affen und Kühen. Ich habe den Wolf gesehen, der Rotkäppchen am Arm hatte. Der Osterhase war da, der Weihnachtsmann auch noch, mit seinen Elfen. J.K. Rowling hätte ihre wahre Freude gehabt, an all den Zauberlehrlingen. Clowns kamen in Gruppen oder allein, ich habe sogar Clown Grog gesehen.

Überhaupt war sehr viel Prominenz anwesend, Marilyn Monroe, Elvis, die Flying Dorias, auch richtige Schauspieler, die viel lieber anonym bleiben wollten. Über allem wachte die Polizei der ganzen Welt und natürlich fehlten auch nicht die Ärzte aus der ganzen Welt. Ich saß kurzzeitig neben einem Ärzteteam aus der Schweiz, die extra für diesen Ball angereist waren. "Man kann ja nie wissen, ob man gebraucht wird", war ihr Motto. Jede Menge Teufel und Engel gab es, sogar die Gelben waren da.

Der Saal kochte und zeitweilig konnte man den Großen Saal wegen Überfüllung nicht betreten. Was dort an akrobatischen Leistungen von der Tanzmarie gezeigt wurde war bewunderungswürdig. De Wanderer , die Bläck Fööss und die Rheinländer taten ihr Übriges, um den Saal am Kochen zu halten. Es kamen die Roten Funken sowie weitere Garden und brachten phantastische Programme mit. Langsam verloren einige Kostüme ihre Federn, sogar ganze Flügel lagen herum.

Eleganter als mit einem Kölsch, kann man Bier nicht trinken, es wurde sicherlich so mancher Hektoliter getrunken. Lecker Essen gab es auch an jeder Ecke, so dass niemand verhungern konnte. Im ganzen Haus drängten sich auch gegen 3:00 Uhr immer noch etwa 5000 Karnevalshungrige, die bis in die frühen Morgenstunden ihren Spaß hatten. Beim Verlassen des Medizinerballs, ging auch Rotkäppchen mit dem Wolf. Sie hatte Glück, er hatte sie noch nicht gefressen, vielleicht erst zu Hause. So habe ich mir Karneval immer vorgestellt, es war phantastisch. Kölle Alaaf, ich freue mich schon auf den 62. Medizinerball 2009.

Text: Gisela Renker, Magdeburg
Fotos: Isabel Oerke



Fotos 61. Medizinerball





Fatal Banal in Ehrenfeld, die Alternative im alternativen Karneval


Im 17. Jahr stand das Fatal Banal Ensemble in dieser Session auf der Bühne des Bürgerzentrums Köln-Ehrenfeld. Acht Akteure und die fünf Musiker der Fatal Banal-Hausband „Die Trauzeugen" sorgen für ein umfangreiches Programm aus Politik, Realsatire, kölner Lokalthemen, Karneval und Klamauk.

Sitzungspräsident Christoph Stubbe führte durch die gelungene Show, bei der diesmal in die Sterne geschaut wurde oder Chantalls Mutter die Karriere ihrer Tochter als Germany’s next Topmodell plante. Ob Probleme mit der KVB, eine Stadtführung in Köln, Speeddating oder die Frage, ob man die geplante Kölner Großmoschée in den Ehrenfelder Karnevalsumzug integrieren kann, die Themen sind vielfältig und es gibt jede Menge zu lachen.

Die Band - die Trauzeugen - präsentierten sich immer wieder in neuem Bühnenoutfit und spielten tolle Songs, beispielsweise über PC – Probleme mit der Firewall. Das Publikum wird zum Mitmachen angehalten und so konnte der Fatal Banal Wanderpokal vergeben werden.

Das war kein Wunder, denn die circa 200 meist kostümierten Gäste klatschten, schunkelten und sangen lauthals mit und hatten so den Pokal in jedem Fall verdient.

Alle Fatal-Banal-Themen sind bissig-ironisch und betrafen nicht nur Karnevalistisches, sondern vorwiegend lokales Geschehen, frei nach dem Motto: "Wir müssen nur lustig sein, dann kommt der Spaß ganz von allein". Nach der Sitzung wurden blitzschnell die Bänke weggeräumt, die Trauzeugen spielten unermüdlich weiter und im Bürgerzentrum Ehrenfeld wurde noch ausgelassen gefeiert.

Fatal Banal ist wirklich eine besondere Sitzung im Kölner Alternativkarneval, bei der immer eine Menge Dinge auf die Schippe genommen werden. Auf das Programm im nächsten Jahr sind wir sehr gespannt.

Text: Isabel Oerke
Fotos: Isabel Oerke




 
     

 

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